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Ito Ryu Ninjutsu - Faszinierende Geschichte einer traditionsreichen Kunst -

Es war im Jahre 1355, als der Ronin (herrenlose Samurai) Koichi Ito sama sich in die Wälder um das Dorf Shimagahara in der Provinz Iga niederließ.

Müde von den Jahren der Kämpfe (Ito sama war seit dem 16. Lebensjahr ein Samurai) und durch den Tod seines Herrn, Ashikaga Tadayoshi im Jahre 1352 "arbeitslos" suchte er drei Jahre nach einem Sinn bevor es ihn nach Iga zog.

Dort ließ er sich nieder, und beschäftigte sich mit den Kriegskünsten, aber auch der Philosophie, Meditation, Medizin und Landwirtschaft.

Infolge der Zwänge, immer wieder sich selber und die einfache Landbevölkerung zu verteidigen perfektionierte er seine Kunst, und unterrichtete Schüler in der neu gegründeten "Ito Ryu".

Einer seiner besten Schüler, Nobu Takahashi sama wurde zweiter Soke der Ito Ryu. Bis dahin war es noch kein "Ninjutsu"; zumindest wurde es eher als "ländliche Kriegskunst" bezeichnet.

Takahashi sama war ein großer Anhänger der Kettenwaffen (kusari), da Samurai diese kaum benutzten, weil sie als unehrenhaft galten, formierte sich hier die Zugehörigkeit zu den Ninja!

Jedoch waren die Ninja noch lange zurückgezogen, sie pflegten ihren Clan, verfeinerten ihre Künste und lebten im Einklang mit der Natur.

Unter dem dritten Soke, Keisuke Nobunaga sama wurden im Onin Krieg (1467-1477) die Infiltrationstechniken perfektioniert. Als eines der ältesten historisch erwähnten Ninjutsu Ryu wurde die Ito Ryu schnell missbraucht und entgegen ihrer eigentlich friedfertigen Philosophie zu Kriegszwecken missbraucht.

Aber so entwickelte sich unser Ninjutsu auch immer extrem praxisorientiert!!!

Unter Yuuta Yamasi sama begann in Japan die sogenannte "Zeit der streitenden Reiche". Kriege und Fehden entzweiten das ganze Land - dies ist die Periode, die man aus den üblichen Samurai - und Ninjafilmen kennt.

Riku Kagoshima sama schloss sich auf das ausdrückliche Bitten der Boten des Imagawa Yoshimoto deren Armee an, und marschierte im Jahr 1560 gegen Oda Nobunaga. Hier erfuhr unser Ninjutsu die Taktiken der starken Rüstung und Kampf aus dem Verborgenen!

Daichi Matsumoto sama war 6. Soke der Ito Ryu in der Zeit von 1585 - 1633. In dieser glücklicherweise sehr ruhigen, eher introvertierten Ära hat die Ito Ryu den Nahkampf mit kurzen Klingenwaffen entwickelt; speziell beidhändig geführte Klingen mit der Schneide vom eigenen Körper weg.

Osamu Sato sama kam aus einer Medizinerfamilie, die von einem Daimyo verstoßen wurde, da sie ein Fieber unter der Landbevölkerung nicht heilen konnten. Durch den Tod vieler Bauern entstand dem Daimyo so große finanzielle Einbußen, die Familie Sato konnte gerade so fliehen!

Es versteht sich, dass intensive medizinische Kenntnisse unter dieser Zeit Eintritt fanden in der Ito Ryu; auch die schönen Künste wie Teetrinken oder Tanzen wurden hier gepflegt.

Masahiro Kobayashi sama stand der Ito Ryu in der Zeit von 1701 - 1761 vor. Unter seiner Sokeschaft wurden die Feuerwaffen in den Ryu übernommen; noch heute schießen unsere Danträger sowohl Gewehr als auch Pistole!

Man zog sich wieder tiefer in das Land zurück; lebte wieder im Clan, öffnete sich wie üblich nur dann nach außen, wenn es erforderlich war.

Der Soke Ken Watanabe sama als 9. Soke der Ito Ryu war sehr spirituell. Eine Zeit der Abkehr vom Westen unterstützte diese Einstellung; Meditation, Philosophie und Kalligraphie erblühten unter seiner Sokeschaft völlig neu.

Der 10. Soke, Koiji Matsumoto sama war Soke in der Zeit von 1839 - 1887. Matsumoto lebte zur Zeit der sogenannten Meiji Restauration; der damalige Kaiser öffnete sich allen modernen Denkweisen und verbat per Dekret die Samurai und alle alten Künste.

Infolgedessen perfektionierten die Ninja der Ito Ryu die Tarnung und Täuschung, so dass sie diese Zeit beinahe unbeschadet überstanden haben.

Yoshi Kanemura sama war Soke in der Zeit von 1887 - 1943. Durch die unruhigen Zeiten, die Weltkriege und die wirtschaftlichen Rezessionen besann sich die Ito Ryu wieder stark auf das Autarke: Sich selbst versorgen und ernähren zu können war in diesen Zeiten existenziell und sorgte für eine Weitergabe eines Bewusstseins für die einfache Landarbeit. Ganz im Einklang mit der Natur und sich selbst.

Takumi Tanaka sama war als 12. Soke der Ito Ryu in ununterbrochener Nachfolge der Soke bis 2010 in Amt und Würden. Unter seiner Sokeschaft blühte der Nahkampf, der Vollkontaktkampf, aber auch die effektive Einbeziehung der gesamten Umgebung in den Kampf.

Sein Motto war immer: "Ein Ninja ist immer bewaffnet! Weil Leben und Natur die Waffen liefern."

Gegenwärtig bekleidet der engste persönliche Schüler des Soke, Helmut Klaus sama aus Düsseldorf das Amt als 13. Soke der Ito Ryu.

Soke Klaus sama ging in seiner Kindheit auf die internationale Schule in Düsseldorf, und lernte im japanischen Viertel, wo er nicht unweit wohnte viele Japaner und Japanerinnen kennen. Unter anderem lernte er in seiner Kindheit dort auch Tanaka sama kennen, der sein Leben aufs nachhaltigste prägte und prägt.

 

 

 

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